Alles was lebt, lebt im Licht. Alles was existiert, strahlt Licht aus.
Alle Dinge empfangen ihr Leben vom Licht und dieses Licht ist in seiner Wurzel selbst Leben.
(Paracelsus)
Das Licht, das Auge und der menschliche Rhythmus.
Heute weiß man, dass Licht für viele Abläufe im Körper als Zeitgeber wirkt. Dabei gelangt das helle Licht über das Auge und die Sehnerven in Form elektrischer Impulse zur „inneren Uhr“ unseres Gehirns.
Lichttherapie wirkt nach heutigem Stand ausschließlich über das Auge. Biolicht mit einer Farbtemperatur von 6.500 Kelvin und einer Leuchtdichte von bis zu 10.000 Lux führt bei entsprechender Behandlungsdauer zur Ausschüttung von Hormonen und Botenstoffen im Gehirn, die Wohlbefinden und Aktivität steigern und die Produktion des„ Schlafhormons“ Melatonin hemmen.
Bei Dunkelheit wird müdemachendes Melatonin produziert, bei genügend Licht wird die Produktion gestoppt. Die Anwendung der Lichttherapie ist sehr einfach und dauert etwa eine halbe bis zu zwei Stunden, je nach Stärke der benutzten Therapiegeräte.
Professor Anna Wirz-Justice, die an der Basler Universitätsklinik das Chronobiologische Labor leitet, führte die Therapie in Europa ein.
Zunächst wurde sie in Kliniken eingesetzt. Dort können sich mehrere Patienten gleichzeitig in einem Lichtraum aufhalten.
Auch niedergelassene Ärzte wenden die Therapie an. Sie dauert etwa 40 Minuten bis zwei Stunden, je nach Stärke der Lampen.
Je heller das Licht, desto kürzer die Behandlung.
Tageslicht vertreibt die trübe Stimmung – selbst bei bedecktem Himmel oder Nebel.
Die Therapiegeräte bestehen meist aus Leuchtstofflampen, die eine Lichtintensität von 2.500 – 10.000 Lux abgeben.
Der UV-Anteil wird wegen der möglichen Risiken für Haut und Augen herausgefiltert.
Während der Behandlung sitzen die Patienten etwa einen halben bis einen Meter vor dem Therapiegerät. Sie sollten die Augen offenhalten, können während der Bestrahlung aber lesen oder arbeiten, fernsehen oder sich auf dem Heimtrainer abstrampeln.
Oft wird spekuliert, daß es sich bei den Erfolgen der Lichttherapie um einen Placebo-Effekt handeln könnte – also eine positive Wirkung, die allein auf dem Glauben basiert. Doch bei den meisten Patienten ist die Wirkung offenbar ganz real, denn Versuche mit weniger hellem Licht brachten nur in sehr seltenen Fällen einen Therapieerfolg.Was die Studien von Professor Anna Wirz-Justice, von der Basler Universitätsklinik nachweisen.
Die Lichttherapie wird eingesetzt bei folgenden Störungen:
Winterdepressionen,Depressionen, Altersdemenz, Schlafstörungen, PMS ,Hauterkrankungen,Schlafstörungen,Störung des Schlaf-Wach-Rhythmus und anderen Befindungsstörungen.